Serviceroboter sind die Roboter, denen man im Alltag am ehesten begegnet: der Servierroboter mit Katzengesicht im Restaurant, die Scheuersaugmaschine, die nachts allein durch den Supermarkt fährt, der Bildschirm auf Rädern am Empfang. Im Katalog stehen 43 Modelle von 30 Herstellern; diese Seite ordnet sie nach dem, was sie tun, und nach dem, was sie kosten, inklusive der Mietmodelle, die in diesem Segment die Regel sind.
Vier Aufgaben, vier Gerätetypen
Servieren und Abräumen in der Gastronomie: Pudu BellaBot (vier Tabletts, 40 kg, 12 Stunden), Keenon DinerBot T8 (drei Tabletts, 20 kg, Gänge ab 55 cm), Bear Robotics Servi (NSF-zertifiziert, Mietmodell) und der schmale Pudu KettyBot Pro mit Werbedisplay für Begrüßung und leichte Lieferungen. Sie fahren mit LiDAR und Kameras zwischen Tischen, brauchen keine Bodenmarkierungen und werden vom Ausstatter in ein bis zwei Tagen eingerichtet.
Reinigen großer Flächen: der deutsche Adlatus CR700 aus Ulm für Industriehallen, die Kärcher KIRA B 50 aus Winnenden, die Nilfisk Liberty SC50 als autonome Aufsitzmaschine und der Gausium Scrubber 50 Pro mit Wasserrecycling. Das sind Investitionen ab 50.000 Euro, die sich über eingesparte Nachtschichten rechnen, nicht über den Stückpreis.
Empfangen und Führen: temi V3 als Telepräsenzroboter für Pflege und Rezeption, dazu Begrüßungsroboter mit großem Display wie der KettyBot Pro.
Forschen und Entwickeln: PAL Robotics TIAGo aus Barcelona, die mobile Plattform mit Armen, auf der europäische Hochschulen Greifen, Navigation und Mensch-Roboter-Interaktion erforschen.
Was die Zahlen bedeuten
Tragkraft entscheidet bei Servierrobotern über den Nutzen: 20 kg reichen für Getränke und Teller, 40 kg für volle Tabletts und Abräumwannen. Laufzeit von 9 bis 15 Stunden deckt einen Gastronomietag ab; geladen wird nachts. Gangbreite: 55 cm beim DinerBot T8 gegen rund 70 cm beim BellaBot sind der Unterschied zwischen „passt“ und „passt nicht“ in Altbaurestaurants. Bei Reinigungsrobotern zählen Flächenleistung (rund 2.000 m² pro Stunde bei der Nilfisk) und Tankgröße, bei Telepräsenzrobotern Display und Mikrofone.
Worauf deutsche Käufer achten sollten
Der Preis des Roboters ist die halbe Rechnung. Dazu kommen Einrichtung (Kartierung, Tischnummern, Ladestation mit Stromanschluss), Wartungsvertrag, Ersatzakkus nach zwei bis drei Jahren und bei Mietmodellen die Laufzeitbindung. Fragen Sie den Anbieter nach Referenzen in Deutschland und nach der Reaktionszeit im Störfall; ein Servierroboter, der am Samstagabend stehen bleibt, ist teurer als gar keiner. Die chinesischen Hersteller Pudu und Keenon haben die größten Flotten und die günstigsten Preise, Bear Robotics die Lebensmittel-Zertifizierung, die deutschen Reinigungsroboter von Kärcher und Adlatus den Service im Land. Alle Serviceroboter brauchen die CE-Kennzeichnung und eine Risikobeurteilung des Betreibers; wer den Roboter vor Gästen einsetzt, sollte die Betriebshaftpflicht prüfen.
Was im Katalog steht
Die Liste unten enthält alle 43 Serviceroboter mit Datenblatt und, wo veröffentlicht, Preis; Preise in Euro sind aus USD oder aus dem polnischen Handel umgerechnet und mit Datum versehen. Ausführliche deutsche Texte gibt es zunächst für die hier genannten Modelle.
Was kostet ein Servierroboter für die Gastronomie?
Die US-Listenpreise liegen zwischen 5.500 USD (Keenon DinerBot T8, einfache Ausstattung) und 14.500 USD (Pudu BellaBot); Bear Robotics verkauft den Servi für 9.990 USD oder vermietet ihn ab 293 USD im Monat. In Deutschland kommen Einfuhr, Mehrwertsteuer und die Einrichtung vor Ort dazu; Gastronomie-Ausstatter nennen Preise meist auf Anfrage, im mittleren fünfstelligen Eurobereich oder als Monatsmiete zwischen 300 und 600 Euro.
Kaufen oder mieten?
Fast alle Hersteller bieten beides: Kauf mit Wartungsvertrag oder Miete (Robot-as-a-Service) über 24 bis 36 Monate inklusive Service und Software. Für Betriebe, die den Nutzen erst prüfen wollen oder saisonal arbeiten, ist die Miete die kleinere Hürde; wer den Roboter fünf Jahre und länger täglich einsetzt, fährt mit dem Kauf günstiger. Reinigungsroboter für Hallen werden fast nur projektweise verkauft, mit Preisen ab 50.000 Euro.
Welche Vorschriften gelten in Deutschland?
Serviceroboter sind Maschinen im Sinne der EU-Maschinenrichtlinie (ab 2027 Maschinenverordnung) und brauchen CE-Kennzeichnung und eine Risikobeurteilung des Betreibers; in Gaststätten kommt das Lebensmittelrecht dazu, Bear Servi hat dafür eine NSF-Zertifizierung. Für Roboter, die sich zwischen Gästen bewegen, gehört eine Betriebshaftpflicht dazu, die den Roboter ausdrücklich einschließt.