Fensterputzroboter sind eine kleine, aber reife Kategorie: Seit über zehn Jahren bauen der taiwanische Spezialist HOBOT und ECOVACS Geräte, die sich mit Unterdruck an die Scheibe saugen, Wasser sprühen und in Bahnen wischen. Im Katalog stehen 10 Modelle von 5 Herstellern; diese Seite erklärt, was die Bauformen unterscheidet und wofür man 160 oder 590 Euro ausgibt.
Zwei Bauformen, zwei Antriebe
Quadratisch mit Raupenband und Tuch: HOBOT-2S (24 × 24 cm Tuch, Kantensensoren für rahmenloses Glas, rund 330 Euro), HOBOT-S7 Pro (schwingende Tücher, 600-mal pro Minute, auch für Glasgeländer, rund 400 Euro), ECOVACS WINBOT mini 2 (kompakt für schmale Fenster, rund 300 Euro), ECOVACS WINBOT W2S OMNI und ECOVACS WINBOT W3 OMNI (mit Akkustation, rund 470 und 590 Euro). Sie kommen in Ecken und fahren Bahnen nach Plan.
Rund mit rotierenden Rädern: HOBOT-R3 (zwei gegenläufige Mikrofaserräder, 955 g, rund 280 Euro) und der Kärcher RCW 2 (rund 160 Euro). Sie schrubben stärker, lassen in Ecken aber einen Rand stehen.
Kabel oder Akku: Alle HOBOT-Modelle, der WINBOT mini 2 und der Kärcher hängen am Netzkabel; die ECOVACS-OMNI-Modelle tragen den Akku in einer Station und arbeiten rund 110 Minuten ohne Steckdose, der W3 OMNI wäscht in der Station außerdem das Pad automatisch.
Was die Zahlen bedeuten
Saugkraft (4.800 bis 10.000 Pa, bei HOBOT als 5 bis 6,5 kg angegeben) entscheidet über Halt auf rauen oder verschmutzten Scheiben; alle Modelle halten auf normalem Fensterglas sicher. Tempo: 2,4 bis 4 Minuten je Quadratmeter, ein großes Wohnzimmerfenster dauert also 10 bis 15 Minuten. Mindestscheibe: 35 × 35 cm beim R3, 50 × 50 cm beim S7 Pro; Sprossenfenster brauchen den WINBOT mini 2. Rahmenlos: HOBOT-2S, S7 Pro und die WINBOT-Modelle erkennen Glaskanten ohne Rahmen, der R3 laut Datenblatt nicht. Lautstärke um 68 dB, lauter als ein Saugroboter, aber kurz.
Worauf deutsche Käufer achten sollten
Ein Fensterputzroboter ersetzt das Fensterputzen nicht ganz: Rahmen, Falz und Ecken bleiben Handarbeit, bei stark verschmutzten Außenscheiben lohnt ein Vorwischen. Die Tücher sind Verbrauchsmaterial; HOBOT und ECOVACS liefern Ersatz in Deutschland über Amazon und Elektronikhändler. Das Sicherungsseil gehört bei Außenscheiben an einen festen Punkt, nicht an den Fenstergriff. Und: Die Preise der ECOVACS-Modelle schwanken wie bei den Saugrobotern stark zwischen Aktion und Listenpreis.
Was im Katalog steht
Die Liste unten enthält alle 10 Fensterputzroboter mit Saugkraft, Bauform, Kabel oder Akku, Mindestscheibe und Preis; Preise in Euro sind aus dem polnischen Handel zum Tageskurs umgerechnet. Ausführliche deutsche Texte gibt es für sieben der zehn Modelle.
Was kostet ein Fensterputzroboter?
Einfache Modelle mit Netzkabel beginnen bei rund 160 Euro (Kärcher RCW 2) und 280 Euro (HOBOT-R3); die quadratischen HOBOT-Modelle 2S und S7 Pro kosten rund 330 und 400 Euro, der kompakte ECOVACS WINBOT mini 2 rund 300 Euro. Modelle mit Akkustation liegen bei rund 470 Euro (WINBOT W2S OMNI) und 590 Euro (W3 OMNI mit automatischer Pad-Wäsche). Preise aus dem Handel vom Oktober 2026, aus Zloty umgerechnet.
Kann der Roboter abstürzen?
Alle Modelle im Katalog haben ein Sicherungsseil (4,5 bis 5,5 m, für 200 bis 230 kgf) und einen Notakku, der den Roboter nach einem Stromausfall 20 bis 30 Minuten an der Scheibe hält. Kantensensoren erkennen Rahmen und bei den meisten Modellen auch rahmenloses Glas. Das Seil muss trotzdem an etwas Festem hängen; auf Außenscheiben im Obergeschoss ist das die wichtigste Vorbereitung.
Kabel oder Akku?
Kabelmodelle (HOBOT, WINBOT mini 2, Kärcher) sind leichter und günstiger, brauchen aber eine Steckdose in 4 bis 5 m Reichweite. Die ECOVACS-OMNI-Modelle haben den Akku in einer tragbaren Station und putzen rund 110 Minuten ohne Steckdose, mit dem Stationskabel als Sicherungsleine; sie sind die Wahl für Balkone, Wintergärten und Fenster ohne Anschluss in der Nähe.