Bildungsroboter reichen vom 28 g leichten Ozobot für die Vorschule bis zum ROS-Forschungsroboter für 3.000 Euro, und genau diese Spanne macht die Auswahl schwer: Ein Gerät, das für Zehnjährige richtig ist, langweilt Studierende, und umgekehrt. Im Katalog stehen 21 Modelle von 16 Herstellern; diese Seite ordnet sie nach Altersstufe, Programmiersprache und Preis.
Vier Stufen
Grundschule, ohne Bildschirm: Ozobot Evo folgt gezeichneten Linien und wird mit Farbcodes programmiert, später mit Blöcken in der App. Ein Roboter kostet rund 150 bis 200 Euro, Klassensätze gibt es ab 999 USD.
Sekundarstufe, Blöcke bis Python: Makeblock mBot2 mit CyberPi-Controller, Ultraschall- und Liniensensor für rund 200 Euro, der Laufroboter Petoi Bittle X mit neun Servos und Sprachmodul für rund 350 Euro. Beide lassen sich in Blöcken beginnen und in Python oder Arduino fortsetzen.
Berufsschule und Technikerschule, Industrieprogrammierung: Dobot MG400 als kompakter SCARA mit 750 g Traglast, myCobot 280 als 6-Achsen-Cobot mit 250 g Traglast für rund 930 Euro. Hier lernt man Koordinatensysteme, Greifer und Ablaufsteuerung wie an einem Industrieroboter.
Hochschule, ROS und KI: TurtleBot 4 als Referenz für ROS 2, Navigation und SLAM, MangDang Mini Pupper 2 als Vierbeiner mit ROS 2 auf dem Schreibtisch, SO-101 als offener Arm für Imitation Learning mit Teilen für rund 230 USD und NAO, der Humanoid, der seit 2008 an Hochschulen steht.
Was die Zahlen bedeuten
Programmiersprache ist das wichtigste Merkmal: Farbcodes und Blöcke für den Einstieg, Python als Brücke, Arduino C/C++ und ROS 2 für Technik und Studium. Traglast spielt bei Lernarmen eine Rolle (250 g beim myCobot 280, 750 g beim MG400), bei Fahrrobotern kaum. Laufzeit von einer Stunde (Ozobot, Bittle X) bis fünf Stunden (mBot2) entscheidet, ob ein Gerät eine Doppelstunde durchhält. Offenheit: Offene Plattformen (LeRobot, Mini Pupper, TurtleBot, OpenCat bei Petoi) lassen sich erweitern und reparieren, geschlossene (NAO, Ozobot) sind einfacher im Betrieb.
Worauf deutsche Käufer achten sollten
Für Schulen zählt neben dem Gerät das Unterrichtsmaterial in deutscher Sprache und die Frage, ob die Software ohne Nutzerkonten für Kinder auskommt; Makeblock und Ozobot bieten beides über deutsche Bildungsausstatter. Importware direkt aus China oder den USA spart Geld, kostet aber Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und den Ansprechpartner bei Defekten. Beim NAO ist seit der Insolvenz des Herstellers 2025 Vorsicht geboten: Support läuft unter neuem Eigentümer weiter, aber Ersatzteile und Lizenzen sollten vertraglich gesichert sein. Hochschulen fahren mit offenen Plattformen und großer Community (TurtleBot, LeRobot) über Jahre günstiger als mit proprietären Systemen.
Was im Katalog steht
Die Liste unten enthält alle 21 Bildungsroboter mit Datenblatt, Programmiersprachen und Preis; Preise in Euro sind, sofern nicht anders angegeben, aus USD oder aus dem polnischen Handel umgerechnet. Ausführliche deutsche Texte gibt es zunächst für die hier genannten Modelle.
Welcher Roboter passt zu welcher Altersstufe?
Vorschule und Grundschule: Ozobot Evo (Farbcodes, kein Bildschirm, rund 150 bis 200 Euro). Sekundarstufe: Makeblock mBot2 (Blöcke, Python, Arduino, rund 200 Euro) und Petoi Bittle X (Laufroboter, rund 350 Euro). Berufsschule und Technikerschule: Dobot MG400 (SCARA, rund 5.600 Euro) und myCobot 280 (6 Achsen, rund 930 Euro). Hochschule: TurtleBot 4 (ROS 2, rund 3.000 Euro), Mini Pupper 2 (ROS 2, rund 750 Euro), LeRobot SO-101 (Robotik-KI, Teile ab 230 USD) und NAO.
Was kostet ein Klassensatz?
Ozobot nennt offene Preise: 999 USD für sechs, 2.050 USD für zwölf, 2.990 USD für 18 Roboter. Makeblock und Petoi verkaufen über Bildungsausstatter mit Mengenrabatt; ein Klassensatz von zehn mBot2 liegt bei rund 1.800 bis 2.000 Euro. Für Hochschulen gilt: ein TurtleBot 4 je zwei bis drei Studierende, Lernarme wie der myCobot 280 je Arbeitsplatz.
Gibt es Förderung für Schulrobotik in Deutschland?
Der DigitalPakt Schule und seine Nachfolgeprogramme der Länder fördern digitale Ausstattung, darunter Robotik-Sets für den Informatikunterricht; die Antragswege laufen über Schulträger und Land. Viele Bildungsausstatter helfen bei der Antragstellung und liefern passendes Unterrichtsmaterial. Für Hochschulen laufen Beschaffungen über die üblichen Vergabeverfahren.